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Werden Sie Inklusionsbegleiter

17.07.2015

Zamma… zusammen neue Wege gehen

 

Bereits zum zweiten mal startet die erfolgreiche und kostenlose Ausbildung zum Inklusionbegleiter für Menschen mit Behinderung


Alle reden von Inklusion – worum geht´s eigentlich?


Wenn jeder Mensch – ob mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein kann und willkommen ist, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit, dann ist das gelungene Inklusion.


Und davon haben alle was: zum Beispiel durch den Abbau von Hürden, damit die Umwelt für alle zugänglich wird, aber auch durch weniger Barrieren in den Köpfen, mehr Offenheit, Toleranz und ein
besseres Miteinander.


Inklusion gelingt nur, wenn möglichst viele mithelfen. Und wenn Menschen mit und ohne Behinderung zusammen (auf gut schwäbisch „zamma“) neue Wege gehen und gemeinsam etwas erleben, zum Beispiel im Verein, in der Kirchengemeinde, beim Sport, bei Festen, im kulturellen Leben, in der Natur und in der Stadt.


Was macht ein Inklusionsbegleiter?


Entweder so…
Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung sind im Alltag auf Unterstützung angewiesen, mal mehr und mal weniger. Aufgrund ihrer Behinderung können sie zum Beispiel nicht alleine an
Freizeitangeboten, an Vereinsangeboten oder an Veranstaltungen teilnehmen. Ein Inklusionsbegleiter oder eine Inklusionsbegleiterin macht´s möglich. Er oder Sie holt die Person ab, geht mit zur Veranstaltung und sorgt bei Bedarf für das notwendige  Transportmittel. Er oder sie gibt bei Bedarf Hilfestellung und sorgt dafür, dass die Person sich zurecht findet. Zum Beispiel beim Ein- und Aussteigen ins Auto oder in den Bus oder beim sicheren Überqueren einer Straße oder beim Finden des Veranstaltungsorts oder beim Bezahlen von Eintrittsgeldern oder beim Kommunizieren mit anderen. Wenn beide sich gut verstehen können sie gemeinsam einen Teil ihrer Freizeit verbringen und „zamma“ viel Spaß haben.


Vorstellbar ist natürlich auch, dass sich eine Gruppe „zamma“-findet aus Menschen mit und ohne Behinderung, die gemeinsame Freizeitinteressen haben, zum Beispiel zum VfB ins Stadion gehen
oder Musik machen oder wandern oder joggen oder gemütlich  Kaffee trinken oder ins Konzert gehen oder, oder, oder…


Oder so…
Ganz normal Mitglied sein im Verein, in der Initiative oder in der Kirchengemeinde, das ist für viele Menschen mit Behinderung ein großer Wunsch, aber leider keine Selbstverständlichkeit. Manchmal
liegt´s daran, dass sie keine Begleitperson finden oder daran, dass die Treffpunkte nicht barrierefrei sind. Ganz oft liegt es aber auch daran, dass Vereine und Organisationen gar nicht wissen, wie sie
sich auf Menschen mit Behinderung als Mitglieder einstellen können. Und natürlich gibt es manchmal auch Zweifel, ob das überhaupt funktionieren kann. Inklusionsbegleiter können deshalb auch
Menschen sein, die im Verein oder der Kirchengemeinde bereits aktiv sind und sich für das Thema Inklusion interessieren. Als Expertinnen und Experten können sie ihren Verein fit machen für das Thema Inklusion und dafür werben, Menschen mit Behinderung willkommen zu heißen.

 

Wie wird man Inklusionsbegleiter?


Mit einem kostenlosen Qualifizierungsprogramm, angeboten von der Diakonie Stetten, der VHS Unteres Remstal und dem Netzwerk des Projekts „Zamma“. Im Rahmen von drei Schulungsmodulen
am Wochenende (Freitagabend und Samstag) erfahren Sie Hintergründe zu Themen wie „Behinderung“ und „Inklusion“ und lernen die Lebenswelt von Menschen mit Behinderung kennen.
Experten mit und ohne Behinderung geben praktische Tipps und Hinweise, wo und wie Sie als Inklusionsbegleiter aktiv werden können und begleiten Sie auf den ersten Schritten in diese Aufgabe.
Ganz nebenbei sollen auch der Spaß und das gegenseitige Kennenlernen nicht zu kurz kommen. Trockene Theorie ist im Programm nicht vorgesehen. Am Ende erhalten Sie im Rahmen einer Feier Ihr persönliches Zertifikat als geschulter „Inklusionsbegleiter“.

 

In unserem Qualifizierungsprogramm möchten wir uns mit dem Thema Behinderung und Inklusion näher auseinandersetzten. Zum einen über Erfahrungsberichte von Experten in eigener Sache, ebenso wird es auch die Möglichkeit geben sich selbst  auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln um so die Vielfältigkeit der Barrieren miteinander zu erarbeiten. In einem Abschnitt unsere Qualifizierungsmaßnahme werden wir uns mit der ‚leichten Sprache‘ wie auch der Kommunikation mit Menschen mit Behinderung beschäftigen. Ein ebenso Interessanter Abschnitt wird der ‚Strauß an Möglichkeiten‘ sein, bei dem wir interessante und ideenreiche Möglichkeiten für eine ehrenamtliche
Tätigkeit aufzeigen möchten.

Wir werden uns auch dem wichtigen Thema Recht und Haftung widmen wie auch die Behindertenrechtskonvention näher beleuchten. Zwischen den Qualifizierungsblöcken werden
Hospitationsmöglichkeiten und weitere individuellen  Beratungsgesprächen angeboten.

 

Auch nach dem Qualifizierungsprogramm werden wir Sie nicht alleine stehen lassen.
„Zamma“ werden wir weitere Reflexionstreffen und Gespräche anbieten.

 

Wer kann mitmachen?
· Bürgerinnen und Bürger aus Fellbach, Waiblingen, Weinstadt, Kernen und Umgebung
· Ehrenamtlich Engagierte und solche die es werden wollen
· Mitglieder in Vereinen, Initiativen, Organisationen und Kirchengemeinden mit Interesse am
Thema Inklusion
· Menschen mit und ohne Behinderung

 

Neugierig geworden?

 

Als „Zamma“-Projektleiterin gebe ich Ihnen gerne weitere Infos. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir. Ich lade Sie ein zu einem unverbindlichen Kennenlern- und Beratungsgespräch.

 

Gerne nehme ich Ihre Anmeldung unter

stephanie.flaus@diakonie-stetten.de

oder Telefon 07151 9531-4231 entgegen.

 

Eine Anmeldung ist auch direkt möglich bei der VHS Unteres Remstal).

 

Stephanie Flaus
Projektleiterin

 

Neue Kurstermine:

( jeweils freitags 18.30 – 21.30 Uhr, samstags 10.00 – 16.00 Uhr):
Modul 1: 25./26. September 2015
Modul 2: 16./17. Oktober 2015
Modul 3: 20./21. November 2015